Vogtland 2005
26.08.-3.09.

Der jährliche Urlaubshöhepunkt mit Max, Möni, und Andreas. Diesmal im Vogtland. Wir wollten Ruhe, etwas Sightseeing und natürlich Bademöglichkeiten für Max. Außerdem natürlich ein paar gute Straßen.

Sightseeing gab es überraschend zahlreich. Alles andere war auch vorhanden. Alles in allem ein sehr gelungener Urlaub.


Ferienwohnung

Wir haben eine nette Ferienwohnung in der Nähe von Reichenbach zwischen Plauen und Zwickau gefunden, die unseren Wünschen entsprach. Große Zimmer, ordentlich ausgestatte Küche und Pool sollten es schon sein. Gefunden haben wir die Ferienwohnung Zahor in Heinsdorfer Grund.

Der Wurm im Pool

Erholung am Pool

Weitere sehr angenehme Hausbewohner

Playmobil-Basteln

Küchenarbeit


Sightseeing

Kaum zu glauben, wie viele verschiedene Dinge dort zu besichtigen sind. Besonders beeindruckend, wie hautnah sich deutsche (Technik-) Geschichte zeigt.

Das Highlight ist natürlich die Göltzschtalbrücke bei Reichenbach. Die größte Ziegelbrücke überhaupt und obwohl technisches Denkmal voll in Betrieb. Sie gehört zur Strecke Nürnberg-Berlin. Hier gibt es mehr als 300 Zugbewegungen am Tag.

Vorsichtige Annäherung

Bauzeit 1846-1851

Höhe 78 Meter

Länge 574 Meter

Größte Spannweite eines Bogens 30,90 Meter

Verbaute Ziegel 26.021.000

Holz für Gerüste und andere Zwecke ca. 23.000

Bauarbeiter max. 1.736

Baukosten ca. 2.200.000 Taler (6.600.000 Goldmark)

Ein Gas-Fesselballon lädt zur Aussichtsfahrt auf 150 Meter Höhe - die Preise sind moderater als in Berlin am Potsdamer Platz, aber dennoch recht hoch.

Bogenansichten

Brückenposing im angrenzenden Park

Ein Einheimischer ehrenamtlicher Brückenbetreuer hat uns den Weg zum Panoramablick verraten.


Der Kuhturm ebenfalls ganz in der Nähe von Reichenbach lädt zum Rundblick und zu einer Modelleisenbahnschau ein.

Aussicht von oben

In der Ferne die Göltzschtalbrücke

Unten die Modellbahn


Der erste Deutsche im Weltall kommt aus dem Vogtland aus einem Ort, dessen Namen sich Märchendichter nicht schöner hätten ausdenken können: Morgenröthe-Rautenkranz. Die Gemeinde hat ein Denkmal...

... und eine mehr als mickrige Weltraumausstellung, die dem Ereignis sicher nicht gerecht wird.


Die DM-ZZB war wohl die erste in der DDR gebaute Iljuschin IL 14 und flog zum ersten mal am 11.10.1955. Sie steht jetzt in der Nähe von Reichenbach auf dem Gelände eines Autohauses. Die Bemalung ist nicht original.


Die Elstertalbrücke - überraschend gefundene Wiederspiegelung von Krieg und deutscher Teilung

Inschrift:

Zwei Spannbetonbrücken auf zwölf Natursteinbögen. Gesamtlänge 505 M. Gesamtbreite 29,5 M. Größte Höhe über der weißen Elster 60 M. Baubeginn 1938. Baustillstand von 1940 bis 1990. Weiterbau in Zusammenarbeit der Bayerischen und Sächsischen Straßenbauverwaltungen. Fertiggestellt am 6. September 1993.


Der Frohnauer Hammer, ein voll funktionstüchtiges Hammerwerk aus dem 15. Jahrhundert - besucht von Max und Möni


Besucherbergwerk Tannenbergsthal

Wieder der Hauch der Geschichte. Ein Zinnbergwerk, nicht lange in Betrieb und keine exorbitanten Fördermengen. Aber die Gegend um Aue war für die Russen nach dem Krieg wichtig als Uranabbaugebiet. So musste für die Grube ein 1,6 Kilometer langer neuer Stollen von Klingenthal-Mühlleiten gegraben werden, um Sperren der Russen zu umgehen und das Bergwerk weiter zu nutzen. Besonders beeindruckend war die riesige, mittlerweile mit Wasser voll gelaufene Abbauhöhle. (Punkt 9 des Rundgangs)

Der Förderschacht

Möni schaut interessiert

Ein Stollen

Neben dem Bergwerk war auch ein Rehgehege.


Ausfahrten gab es auch einige. Um Reichenbach herum gibt es sehr schöne kleine kurvige leere Landstraßen. Außerdem lädt das Fichtelgebirge und natürlich das Erzgebirge sowohl in Deutschland als auch in Tschechien ein.

Ausfahrt mit Möni - Rast auf der Paßhöhe Hefekloß

Einsame Wege in Tschechien - erkundet mit Andreas

Blick vom Erzgebirgskamm Richtung Süden (nach Tschechien) nahe Zinnwald

Sehr verwirrende Verkehrsschilder gibt es in Tschechien. Man beachte auch das Schild im Hintergrund.

Schloßblick in Wolkenstein


Der Kletterwald Pöhl hat sich sozusagen ohne Vorankündigung als Highlight des Urlaubs gezeigt. Auf vier Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden (und Höhen) konnte man sich versuchen. Am Ende war es sehr anstrengend. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Max hat seine beiden für ihn zugelassenen Runden zweimal absolviert und Andreas und ich haben sich auf alle vier Runden gemacht. Wir haben sehr geschnauft.

Los geht's

Noch bodennahe Übungen

Skeptische Blicke vom Boden

Der erste Tarzansprung mit dem Seil ins Netz

Max an der Liane...

... und im Kletternetz

Wacklige Baumstämme

Am Seil von Baum zu Baum

Auf dem Baumstamm entlang

Es wird ernster. Höhe und Schwierigkeitsgrad steigen.

Nochmal ein Tarzansprung - diesmal aber schon mit recht heftiger Weite.

Auf der Liane von Baum zu Baum

Das geht auch hängend und ins Netz

Drahtseilakt

Auf dem Surfbrett von Baum zu Baum

Ich schaffe den Absprung bei der Ankunft nicht und kann mich sitzend aufs Brett retten.

An diesen Baumstämmen ...

... schummle ich mich mit der Seilrolle vorbei

Am Schluß bin ich doch sehr geschafft.


Zum Abschluss ein Bild von der Talsperre Pöhl